RealFunk — ÖRR-Watch: die Nachrichten, bevor sie durch den Filter gehen

Nachrichten ohne ÖRR-Filter
Die Nachrichten, bevor sie durch den Filter gehen.
★ Fundstück des Tages Amtlich: einseitig Eine Aufsicht überführt einen öffentlich-rechtlichen Sender der Parteilichkeit gegen die AfD. Genau das, was der Gebührenfunk über sich selbst nie senden würde. Der Tell des Tages.
EU
Chatkontrolle 1.0 im EiltempoDer Ministerrat holt das freiwillige Scannen privater Chats als formal neuen Vorschlag im Dringlichkeitsverfahren zurück, noch vor der Sommerpause. Das gewählte Parlament hält gegen die anlasslose Kontrolle. Wenn Beteiligung zum Urteil wirdIn der Slowakei scheitert eine Volksabstimmung an der 50-Prozent-Hürde. Der ÖRR macht die geringe Beteiligung zum Urteil und lässt den Inhalt verschwinden. Die EU-Demokratie-SimulationDie Kommission wird nicht gewählt, das gewählte Parlament darf keine Gesetze einbringen, die Einstimmigkeit fällt, sobald sie stört, und der Staatsfunk liefert die passende Wortwahl. Eine Durchschau des EU-Demokratiedefizits. Ab 7. Juli fährt Brüssel mitAb 7. Juli müssen neue Autos ihre Fahrer per Kamera überwachen, vor jedem Blick aufs Handy warnen und per „Blackbox“ jede Fahrt mitschreiben. Der Staatsfunk verkauft die Dauerbeobachtung als reinen Sicherheitsgewinn. Zwei Billionen, mit BedingungenDie EU-Kommission schlägt für 2028 bis 2034 rund zwei Billionen Euro vor und knüpft Auszahlungen stärker an Auflagen. Die Kommission nennt es Rechtsstaatsschutz, Kritiker einen Hebel gegen nationale Parlamente. Der ÖRR referiert vor allem die Ambition. Brüssel bremst per SatellitDie EU-Kommission prüft ein System, das Neuwagen per Satellit überwacht und bei zu hohem Tempo selbst die Motorleistung drosselt. Verkauft als Verkehrssicherheit, „rein exploratorisch". Im ÖRR: kein Wort davon. 400.000 Namen, kein VerfahrenEine migrationskritische europäische Bürgerinitiative sammelt über 400.000 Unterschriften, die EU-Kommission will sie gar nicht erst registrieren. Über das Verweigern einer direktdemokratischen Abstimmung berichtet der ÖRR nicht. 74 Prozent Liebe — und trotzdem laufen sie in Scharen wegEine vom EU-Parlament bezahlte Eurobarometer-Umfrage bescheinigt der EU 74 Prozent Zustimmung — der öffentlich-rechtliche Betrieb druckt die Zahl ungeprüft, während bei jeder Wahl mehr Menschen zu FPÖ, AfD und Co. abwandern.
ÖRR zensiert
Stade: wo die Meldung endetDer ÖRR meldet den Sechsfachmord von Stade samt Festnahme der 65-jährigen Fluchtwagen-Fahrerin und endet dort. Dass sie die Schwiegermutter eines SPD-Migrationsbeauftragten und Beraterin einer steuerfinanzierten NGO ist, fehlt. Es gilt die Unschuldsvermutung. Akten zu, wenn die AfD gewinntVerteidigungsminister Pistorius will der AfD im Fall eines Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt den Zugang zu geheimen Informationen verwehren, gestützt auf eine „Vermutung", die er selbst als unbewiesen bezeichnet. Beim Gebührenfunk wäre das höchstens eine Randnotiz. Faustrecht gegen die PresseBeim AfD-Parteitag werden Reporter angegriffen, das Bündnis Widersetzen rechtfertigt die Gewalt und droht CDU und BSW. Käme das von rechts, hieße es Terror. Der Faktencheck, der kapituliertEin öffentlich-rechtlicher Faktencheck kontert eine relative Aussage mit einer absoluten Zahl und räumt im selben Beitrag ein, dass die Aussage stimmt. Blockade gefeiert, Presse verprügeltBeim AfD-Parteitag in Erfurt wurden Journalisten angegriffen und die Polizei ermittelt, während Politiker die Proteste als „tolles Zeichen für die Demokratie“ lobten. Die Gewalt gegen die Presse hält der ÖRR klein. Ein Etikett, nur für eine SeiteDer ÖRR nennt die AfD im selben Atemzug „in Teilen als rechtsextrem eingestuft“ und die Blockierer, die ihren Parteitag verhindern wollen, „antifaschistisch verstehend“. Das Etikett sitzt nur auf einer Seite. Meinungsfreiheit mit GrenzenEine staatliche Medienaufsicht fordert von einem reichweitenstarken Podcaster eine nachträgliche Korrektur und hofft laut eigener Aussage auf einen „präventiven Effekt". Beim ÖRR, selbst Teil des öffentlich-rechtlichen Apparats, kein Thema.
Durchschaut
Gleichgeschaltet

Neue Rubrik: Wir legen identische Formulierungen nebeneinander — dieselbe dpa- oder APA-Meldung, wörtlich bei vielen Medien und im ÖRR. Der Gleichklang wird gezeigt, nicht behauptet. Erste Fälle folgen in Kürze.

Zum Grübeln
DACH
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Klima
Medien
Ukraine-Krieg
140 Milliarden, keiner gefragt140 Milliarden Euro über zwei Jahre soll die Ukraine in Ankara zugesagt bekommen. Der ÖRR meldet die Summe als „Versprechen“, ohne nach der Kontrolle zu fragen. Ein EU-Paket ist mitgerechnet, die USA sind ausgestiegen, zahlen wird vor allem der Steuerzahler. Der Prophet mit StandleitungDer ÖRR titelt „Selenskyjs Warnung bewahrheitete sich“, als hätte der Präsident die Zukunft gesehen. Tatsächlich speist sich die Warnung aus einem westlichen Aufklärungsnetz, und die Eskalation der Gegenseite steht im Kleingedruckten. 144 Vorfälle, null BestätigungEine britische Denkfabrik zählt 144 russische Drohnen-Vorfälle über NATO-Staaten. Bestätigt hat sie keine westliche Regierung. Der Staatsfunk macht daraus die Schlagzeile „Russische Drohnen spionierten in Europa“, im Indikativ, den Vorbehalt klein im Text. Großangriff ohne VorgeschichteMindestens neun Tote nach russischen Luftangriffen auf Kiew. Die Fakten stimmen. Was fehlt, ist die Vorgeschichte, die der ÖRR andernorts selbst geliefert hat. „Erste Anklage" — und die Nationalität steht erst im TextFast vier Jahre nach der Sprengung klagt die deutsche Bundesanwaltschaft den ersten Verdächtigen an — einen Ukrainer. Im Titel steht das nicht; wer der Täter sein soll, verrät erst der zweite Absatz. Es gilt die Unschuldsvermutung. „Gegenseitige Angriffe": Wie der Sender Täter und Reihenfolge sortiert„Gegenseitig" macht aus Angriff und Gegenangriff ein symmetrisches Geschehen ohne Urheber — und die fünf Toten stehen hinter den sechs Verletzten. „Russische Luftangriffe" in der Schlagzeile — 323 ukrainische Drohnen im KleingedrucktenDie Schlagzeile kennt nur „russische Luftangriffe" — der Text listet 323 ukrainische Drohnen und Treffer auf der Krim und in Belgorod. Krim und Ostukraine: Angriffe auf beiden Seiten — beim ÖRR klingen sie verschiedenGreift die Ukraine an, „stört" sie die Logistik. Greift Russland an, zählt der ÖRR die Opfer. Beides stimmt.