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Medien

Der ÖRR warnt vor Deutungshoheit

Während bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA um Punkte gespielt wird, tobe online „ein ganz anderer Kampf": der um die „Deutungshoheit", berichtet der ÖRR. Die AFP-Faktencheckerin Katharina Zwins erklärt, die WM sei ein ideales Ziel für Falschinformation: viele Zuseher, viel Emotion. Die Autokratieforscherin Eda Keremoglu (Universität Konstanz) ergänzt: Sport sei immer politisch gewesen.

Alles plausibel. Nur: Wer da spricht, ist das größte Medienhaus des Landes, zwangsfinanziert, mit gesetzlichem Informationsauftrag. Die mächtigste Deutungsinstanz der Republik lässt Expertinnen erklären, dass Deutungshoheit ein Problem der anderen ist. Dass auch die Auswahl der Experten, der Themen und der Warnungen selbst Deutung ist, kommt im Stück nicht vor.

Aus der Redaktion Gegen Desinformation zur WM ist nichts zu sagen. Aber wer vor fremder Deutungshoheit warnt, sollte einmal erklären, warum die eigene keine sein soll. Das wäre ein Faktencheck, den wir einschalten würden.

Quelle: ÖRR.at (2. 7. 2026).

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