Ihre Toleranz endet am Widerspruch
Sie nennen sich Demokraten. Sie sprechen von Toleranz, Vielfalt und Zivilgesellschaft. Doch Toleranz unter Gleichgesinnten beweist nichts. Die Probe beginnt beim Widerspruch: wenn jemand anders betet, anders berichtet oder anders wählt.
Genau dort endet die Toleranz im militanten linken Milieu. Aus dem Andersdenkenden wird ein „Faschist“. Und wer so etikettiert ist, verliert offenbar seinen Anspruch auf körperliche Unversehrtheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und demokratische Beteiligung.
Erst beten sie, dann kommt der Mob
Am 15. August versammelten sich in Göttingen etwa 20 Menschen zu einem angemeldeten öffentlichen Rosenkranz gegen Abtreibung. Als die Gebetsgruppe den Ort verlassen wollte, versuchten Teilnehmer eines spontanen Gegenprotests, die Polizeikette zu durchbrechen.
Die Polizei Göttingen dokumentierte Gewalt gegen Beamte und rund 200 Zwangsmaßnahmen. Zwölf Polizisten erlitten im Zusammenhang mit dem Einsatz Reizstoffverletzungen. Die Beamten verhinderten den direkten Kontakt mit der Gebetsgruppe. Die Polizei nennt keine Organisation; Teilnehmerberichte und die Junge Freiheit ordnen die Angreifer dem Antifa-Milieu zu. Belastbar bleibt daher „mutmaßliche Antifa-Aktivisten“.
Der politische Standpunkt der Betenden spielt keine Rolle. Menschen müssen öffentlich beten dürfen, ohne dass ein Mob auf sie zustürmt.
Pressefreiheit nach Gesinnung
Beim AfD-Parteitag in Erfurt wurden Anfang Juli Journalisten angegriffen. Zwei Reporter wurden durch Flaschenwürfe verletzt. Ein Team von Apollo News berichtete, verfolgt, getreten und bedrängt worden zu sein. Tagesschau und Euronews dokumentierten die Angriffe.
Das Bündnis „Widersetzen“ verweigerte anschließend die klare Grenzziehung. Sprecher Noa Sander erklärte sinngemäß, „Faschisten mit Presseausweis“ könnten sich nicht auf Pressefreiheit berufen. CDU und BSW erhielten eine „explizite Warnung“: Sollten sie der AfD zur Macht verhelfen, würden sie zum „nächsten Aktionsziel“. Das Bündnis veröffentlicht die Drohung bis heute selbst.
„Widersetzen“ verfügt nach eigenen Angaben über Ortsgruppen in mehr als 80 Städten. Vor Erfurt zeigte sich Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek demonstrativ mit dem Bündnis und kündigte die Beteiligung von Linken-Abgeordneten an Blockaden an. Damit erhielt ein Bündnis parlamentarischen Rückenwind, dessen Sprecher Journalisten später nach politischer Brauchbarkeit sortierte.
Schläge mit System
Die sogenannte Hammerbande ist längst mehr als ein unbewiesener Verdacht. Tobias E. wurde im Budapester Antifa-Verfahren rechtskräftig zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Maja T. erhielt am 4. Februar 2026 wegen der Beteiligung an zwei Angriffen acht Jahre Haft. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt haben.
In Düsseldorf stehen sechs weitere mutmaßliche Mitglieder vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor.
Die Methode: politische Gegner ausspähen, einkreisen und mit Schlagwerkzeugen attackieren. An die Stelle der politischen Auseinandersetzung tritt die körperliche Attacke.
Bürger als Druckmittel
Am 3. Januar setzte ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke den Berliner Südwesten außer Gefecht. Betroffen waren 45.400 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden, darunter Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Zu dem Anschlag bekannte sich die „Vulkangruppe“, eine eigenständige militante linksextremistische Struktur.
Wer bei Minusgraden Wohnungen, Betriebe und Pflegeeinrichtungen vom Strom abschneidet, benutzt Bürger als politisches Druckmittel.
Polizeihass als Kulturprogramm
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak inszenierte sich vor dem Reichstag zum Song „Rot“ und performte die Zeile „Alle zusammen auf die Barrikaden“. Das Lied handelt an anderer Stelle von Molotowcocktails und zerstörten Polizeiautos und beschimpft Polizisten auf menschenverachtende Weise.
Koçak wählte bewusst dieses Lied und diese Gewaltästhetik. Das ist die parlamentarische Normalisierung von Polizeihass. B.Z. und Apollo News dokumentieren Video und Liedtext.
Demokratie gilt gerade für Gegner
Das Muster zieht sich tief durch das linke Milieu: Christen sollen nicht mehr ungestört beten. Journalisten verlieren ihren Schutz. Parteien sollen am Zusammentreten gehindert werden. Polizisten werden zum Hassobjekt. Zehntausende Stromkunden werden zu Kollateralschäden.
Eine Demokratie erkennt man daran, ob sie auch ihren Gegnern körperliche Unversehrtheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit und politische Teilhabe zugesteht.
Wer diese Rechte nur Gleichgesinnten gewährt, macht aus Demokratie die Herrschaft der eigenen Meinung.
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