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EU

Die Mär von der Grenze

Blumen, Kerzen und Gedenkzeichen vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Die Grenzanlage steht nicht mehr an der Grenze. Sie steht vor jedem Ort, an dem früher Tausende einfach zusammenkamen.

Betonblöcke. Zufahrtssperren. Taschenkontrollen. Polizeiwagen: vor Weihnachtsmärkten, Stadtfesten, Konzerten, Sportereignissen und Großdemonstrationen. Was früher Ausnahme war, ist heute die Kulisse jeder Massenveranstaltung.

Die Außengrenze dagegen ist oft nur noch eine Linie auf der Karte.

Ceuta lieferte am 30. Juli das jüngste Bild dazu: Tausende Menschen erreichten gleichzeitig die spanische Exklave. Madrid schickte Soldaten. Italien führte sofort Kontrollen für Flug- und Schiffsreisen aus Spanien ein. Frankreich verstärkte seine eigene Grenze.

Schengen funktioniert im Ernstfall rückwärts. Erst die offene Route. Dann die nationale Schranke.

Deutschland trägt die Folgen längst im Alltag. Seit 2015 gingen mehr als drei Millionen Asylanträge ein. Bei Gewaltkriminalität sind 42,9 Prozent der Tatverdächtigen nichtdeutsch. Gemessen an der Wohnbevölkerung liegt ihre Tatverdächtigenbelastung laut BKA etwa viermal höher als bei Deutschen.

2025 registrierte die Polizei 29.243 Messerangriffe. Dazu 14.454 Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen und schwere sexuelle Übergriffe. Das sind keine Ausnahmen mehr. Das ist tägliche Lage.

Und wer trotz abgelehntem Antrag bleibt, bleibt oft lange: Identitäten sind ungeklärt, Papiere fehlen, Herkunftsstaaten nehmen Menschen nicht zurück, Verfahren ziehen sich durch mehrere Instanzen.

Der Staat kontrolliert dann nicht mehr, wer kommt. Er verwaltet, wer schon da ist.

Der Bürger wird kontrolliert, weil die Grenze es nicht wurde.

Mehr dazu: Ceuta: Die Rechnung für Europa und Abschieben? Rückwärtsgang.

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