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Deutschland

Merz führt Nutznießerregister ein

KI-Satire: Friedrich Merz liegt im rosa Katzenpyjama im Krankenhausbett und kassiert per Kartenlesegerät eine erschöpfte Ärztin ab
KI-Satire: RealFunk.

Berlin – Nach seinem Wortwechsel mit einer Kinderärztin will Bundeskanzler Friedrich Merz den Begriff der Leistung grundlegend neu ordnen. Wer in einem gesellschaftlich notwendigen Beruf arbeitet, gilt künftig nicht mehr als Beschäftigter, sondern als Nutznießer des Problems, das er löst.

„Ärzte profitieren erkennbar davon, dass Menschen krank werden“, erklärte ein Regierungssprecher. Ohne Patienten hätten viele von ihnen weder Einkommen noch Wartezimmer. Besonders Kinderärzte seien auf die fortgesetzte Existenz von Kindern angewiesen.

Auch Pflegekräfte sollen künftig als Nutznießer des Pflegesystems geführt werden. Sie erhalten Geld dafür, dass andere Menschen alt, krank oder hilfsbedürftig sind. Dass viele von ihnen nachts und am Wochenende arbeiten, gilt dabei als unerlaubte Häufung von Nutzungszeiten.

Polizisten wiederum leben von der Kriminalität. Ohne Einbrecher, Schläger und Drogendealer wären ihre Dienstwagen, Uniformen und Pensionen kaum zu rechtfertigen. Das Innenministerium prüft deshalb, ob Polizeibeamte künftig einen Teil ihres Gehalts direkt an Straftäter abführen müssen.

Auch die Feuerwehr gerät unter Verdacht. Ihre Angehörigen profitieren seit Jahrzehnten von Bränden, Unfällen und gelegentlich feststeckenden Katzen. Besonders kritisch sieht die Bundesregierung, dass Feuerwehrleute viele ihrer Einsätze selbst löschen und dadurch den eigenen Arbeitsmarkt künstlich verknappen.

Arbeiter gelten künftig als Nutznießer ihrer Arbeitsplätze. Sie dürfen Maschinen bedienen, beheizte Werkshallen betreten und während der Arbeitszeit kostenlos die Beleuchtung verwenden. Arbeitgeber sollen diese geldwerten Vorteile künftig vom Lohn abziehen dürfen.

Lehrer leben von unwissenden Kindern, Rentner von ihrer früheren Arbeit und Steuerzahler profitieren immerhin davon, dass der Staat ihr Geld annimmt. Für sie alle wird beim Bundesleistungsamt ein persönliches Nutznießerkonto eingerichtet.

Ausgenommen bleiben Politiker. „Wer Entscheidungen trifft, ist Leistungsträger. Wer sie ausführt, ist Nutznießer“, heißt es aus Regierungskreisen. Dienstwagen, Mitarbeiterstäbe, Bahncard, Altersversorgung und steuerfreie Kostenpauschalen seien keine Vorteile, sondern notwendige Begleiterscheinungen politischer Selbstlosigkeit.

CDU-Abgeordnete sollen deshalb automatisch die höchste Leistungsklasse erhalten. Sie leben schließlich nicht vom System.

Sie sind das System.

Reale Grundlage: Friedrich Merz sagte in der RTL-Sendung „Am Tisch mit Friedrich Merz“ zur Kinderärztin Dr. Maria Bea Merscher: „Sie sind Nutznießerin dieses Gesundheitssystems. Sie könnten ohne dieses System nicht leben.“ RTL-Originalvideo · n-tv-Bericht

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