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Deutschland

CDU und Linke fusionieren zur MSU

KI-Satire: Friedrich Merz und eine Politikerin stehen mit weißen MSU-Kappen vor einem Regierungsgebäude; Merz trägt ein weißes Hemd und einen gemusterten Schal
KI-Satire: RealFunk.

Magdeburg – Da ein gemeinsames Programm zu kompliziert wäre, haben CDU und Linke in Sachsen-Anhalt etwas Einfacheres beschlossen: eine gemeinsame Partei. Sie heißt MSU.

Das C für „christlich“ entfällt, damit es beim Thema Kultur nicht ständig zu Missverständnissen kommt. Die Linke ersetzt es durch M für „muslimisch“, während die CDU darin „Machterhalt“ liest.

Auch das D wird gestrichen. Der Begriff „demokratisch“ sei durch Parteiverbotsverfahren, Kandidatenausschlüsse und ähnliche Rettungsmaßnahmen inzwischen so stark beansprucht, dass er vorerst geschont werden müsse. Dafür kommt das S für „sozialistisch“. Nur das U bleibt: Irgendwo muss der ganze Widerspruch schließlich untergebracht werden.

Bei der Migration erwartet die MSU ein umfangreiches Konjunkturprogramm für Fluggesellschaften. Das CDU-geführte Innenministerium schiebt ab, die linke Integrationsbeauftragte holt die Ausgeflogenen zurück. Die CDU meldet eine erfolgreiche Abschiebung, die Linke eine erfolgreiche Rückkehr. Derselbe Passagier verbessert zweimal die Regierungsbilanz. Analysten empfehlen Lufthansa-Aktien.

Die Grünen warnten vor dem zusätzlichen Kerosinverbrauch. Die MSU rechnet Hin- und Rückflug jedoch gegeneinander auf: Da beide in entgegengesetzte Richtungen führen, beträgt die politische Gesamtstrecke null Kilometer. Weil die Grünen für die Mehrheit nicht gebraucht werden, gilt das Ergebnis als wissenschaftlicher Konsens.

Auch in der Wirtschaftspolitik ist eine Einigung gelungen. Unternehmen werden zunächst von der CDU entlastet und anschließend von der Linken vergesellschaftet. So kommt die Entlastung erstmals vollständig beim Staat an.

Die Verhandlungen leitet Friedrich Merz. Er hat bereits 2025 nachgewiesen, dass zwischen einem Wahlversprechen und seinem Gegenteil kein Widerspruch besteht, sofern ein Wahlsonntag dazwischenliegt.

Auf dem Stimmzettel steht deshalb weiterhin CDU. Die Umbenennung in MSU tritt erst um 18.01 Uhr in Kraft, damit das tatsächliche Angebot die Wahlentscheidung nicht unnötig beeinflusst.

Anlass: Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schließt Friedrich Merz eine Zusammenarbeit und ein gemeinsames Regierungsprogramm mit der Linken aus, lässt aber eine CDU-Minderheitsregierung mit punktueller Unterstützung der Linken offen. Beim historischen „Magdeburger Modell“ regierte von 1994 bis 2002 eine SPD-geführte Minderheitsregierung mit Unterstützung der PDS. Aktuelle Debatte · Magdeburger Modell

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