AfD in Berlin Platz 1
In 59 Tagen wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus, und zum ersten Mal führt die AfD dort eine Umfrage an. 19 Prozent, ermittelt vom INSA-Institut, Spitzenkandidatin Kristin Brinker vor CDU und Linke mit je 18.
Vor drei Tagen sah ein anderes Institut, Infratest dimap im Auftrag des RBB, die AfD noch auf Platz vier. Kein Umschwung über Nacht, sondern der Beleg, wie eng es in Berlin zugeht: fünf Parteien zwischen 13 und 19 Prozent, jede Erhebung eine Momentaufnahme.
Interessanter als die Nachkommastelle ist, was in derselben Woche geschieht. In Niedersachsen sortieren Wahlausschüsse AfD-Bewerber von den Kommunalwahlen. Unter einem Beitrag der Tagesschau wirbt der offizielle Account der Grünen für ein Verbotsverfahren. Und die CDU rutscht, seit sie ihren Spitzenkandidaten Wegner verloren hat.
Bemerkenswert ist die Reaktion. Ein einziger Umfragewert, der morgen anders aussehen kann, und schon wird über Verbote geredet. Man bekämpft eine Zahl, als wäre sie das Problem.
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